Das moderne Montreal

  • Von Felber
  • 22 November, 2012
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Bereits in den 60er Jahren galt Montreal als moderne Stadt. „City of the Future“ auf Grund des Place Ville-Marie wurde Montreal vom Architekturkritiker Peter Blake aus Amerika genannt. Nun ist ein halbes Jahrhundert vergangen – von Zukunft bzw. „Future“ ist nur mehr wenig zu erkennen. Im Gegenteil, Montreal hat die architektonische Vergangenheit entdeckt. Das Place Ville-Marie, das im Jahr 1962 erbaut wurde und das grösste Gebäude Montreals war, war nicht nur auf Grund seiner Grösse einzigartig, sondern auch auf Grund der Kombination mit dem Einkaufsparadies, welches sich unterhalb des Gebäudes befand. So wurde in Montreal eine Shopping Mall errichtet, welche zum damaligen Zeitpunkt einzigartig auf der Welt war.

Bereits seit siebzig Jahren aktiv

Jean Drapeau war die treibende Kraft des Erneuerungsprozesses der Stadt. Der Bürgermeister, welcher 1960 zum zweiten Mal in seiner Amtszeit bestätigt wurde, hat die Stadt in die Zukunft katapultiert. Hochhäuser wie der Peis Turm oder auch das CIBC Building wie auch der CIL Hauptsitz von Gordon Bunshaft als auch die Westmount Square von Mies van der Rohre sind nur die wenigsten Gebäude, welche zum damaligen Zeit den Ruf der „Future City“ gerechtfertigt liessen. Auch die 1966 eröffnete Metro, die 24 Haltestellen umfasste, die von verschiedenen Architekten geplant wurde, galt als einzigartiges Kunstwerk im Bereich der Kunst in den 60er Jahren.

Die Kritik wurde lauter

Doch Montreal als Stadt der Zukunft zu bezeichnen sorgte für viel Kritik und auch Zweifel. Denn auch wenn Roger Tailliberts im Zuge der Olympischen Spiele 1976 weitere Schrägtürme gebaut hatte, so wurde bald klar, dass Montreal den Standard nicht halten konnte. Dies lag auch daran, dass andere Städte architektonische Meisterwerke erbauten und Montreal nicht mehr die einzige Stadt auf der Erde war, welche mit übertriebenen architektonischen Bauwerken gekennzeichnet war. Heute ist Montreal nicht mehr für seine Gebäude bekannt, sondern hauptsächlich durch die verschiedenen Festivals, welche in der Regel im Freien unter klarem Sternenhimmel veranstaltet werden.

Kategorien: Architektur

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