Sanieren – was kann ich selber tun?

  • Von Felber
  • 29 Dezember, 2016
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Mehr als 70 % der Gebäude in der Schweiz sind Altbauten.
Sie heben sich von Neubauten meist durch eine gute Lage sowie ihre architektonische und funktionelle Ausstattung ab. Diese Besonderheiten zu erhalten und wohldosiert dem heutigen Anspruchsniveau anzupassen, ist sehr anspruchsvoll, zugleich aber auch lohnenswert.
Zeitgerechte Raumkonzepte und Leitungssysteme, Wärmedämmung sowie Heizungsseinrichtungen sind dabei Kernanforderungen an eine qualifizierte Sanierung als werterhaltende Daueraufgabe.

Wann muss man sanieren?

Sanierungsleistungen fallen in unterschiedlichen Stufen an – entsprechend des Baualters der Gebäude: Wand – und Bodenauffrischungen nach 10 – 15 Jahren; Haustechnik und Innenausbau nach 20 – 25 Jahren und umfassende Erneuerungen / Ergänzungen nach 40 – 50 Jahren. Eine kontinuierliche und qualifizierte „bauliche Pflege“ sichert eine ansprechende Nutzung und bestimmt den finanziellen Aufwand der Sanierung.

Wie geht man vor?

Wichtig ist, Gebäude öfter zu begutachten und dabei mögliche Sanierungsaufgaben festzuschreiben, sie in einzelne Arbeiten zu dividieren und schrittweise abzuarbeiten.
Dies erfolgt sinnvollerweise von Fachleuten.
Grundlage ist eine Liste mit notwendigen Sanierungsleistungen sowie gewünschten Neuerungen; von den Bauherren erstellt. Dabei sollten zu Beginn nicht technische und finanzielle Auswirkungen im Mittelpunkt stehen, um keine „Hilfslösungen“ in Kauf nehmen zu müssen. Entscheidend für größere Lösungen ist, den Blick in die „Nutzungszukunft“ zu richten; denn zweimal saniert, ist teuer saniert.

Sinnvolle Umsetzungsschritte + eigene Leistungen

Vor der Festlegung konkreter Aufgaben steht eine Gebäudeanalyse. Empfehlenswert ist eine professionelle Energieberatung durch lizenzierte Berater als Grundlage für eine seriöse Sanierung. Dem Sanierungskonzept folgt die Umsetzung mit der Festlegung, welche Leistungen delegiert von Fachleuten und welche durch eigene Leistungen ausgeführt werden.
Wichtig ist die Auswahl geeigneter Fachleute sowie das Vergleichen der Offerten; Referenzen eingeschlossen. Sanieren ist nicht Neubauen und deshalb mit einem höheren Anspruch an das konkrete Objekt zu betrachten. Von besonderer Bedeutung sind die Sanierungsqualität, vor allem im konstruktiven, wie bauphysikalischen Bereich und die anfallenden Kosten.
Entsprechende Nachweise für eingebaute Materialien und ausgeführten Leistungen dienen dem Nachweis der Ausführungssqualität.

Als eigene Leistungen sind neben der Mitplanung sinnvoll – ergänzende Arbeiten im Zusammenwirken mit Fachleuten. Das können Aufgaben sein, wie Baufreimachung, Säubern, Handreichungen und „Sowiesoleistungen“, z.B. einfache Malerarbeiten usw., die keinen Einfluss auf die Sanierungsgrundqualität und Gewährleistung haben. Professionelle Eigenleistungen natürlich ausgeschlossen!

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Kategorien: Design, Wohnen

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